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VELKÉ MEZIŘÍČÍ (Großmeseritsch)
Die jüdische Ansiedlung entfaltete sich in Velké Meziříčí seit Das wertvolle Ensemble des jüdischen Viertels mit der Jüdischen Straße (Židovská ulice), heute Novosady, als Rückgrat, zu der quer liegend vier enge Gassen und einige öffentliche Hausdurchgänge führen, befindet sich am nordöstlichen Rand des historischen Stadtkerns entlang des Flusses Oslava (Abb.1 Die Häuser sind im Renaissance- und Barockstil errichtet (also noch aus der „christlichen“ Ära), enthalten viele interessante architektonische Details, eine häufige Erscheinung sind Kondominien. Von den ursprünglich 101 Häusern sind 63 erhalten geblieben, von den Gebäuden jüdischer Institutionen stehen das Gemeindehaus mit dem Rabbinat Nr. 1148, das Bad Nr. 1147 und die Schule 1145. Die Alte Synagoge in der Novosady-Straße Nr. 1146 (Abb.2) ist ein Barockbau aus dem Jahre 1695. Sie wird bereits seit 1870 kommerziell genutzt. An der Stirnseite erregt ein wertvolles steinernes klassizistisches Portal aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit eherner plattierter Tür und zwei hebräischen Aufschriften die Aufmerksamkeit. In den Jahren 1995–1996 wurde die Synagoge zu musealen und Galeriezwecken renoviert, auf der Frauengalerie wurde dabei die Museumsausstellung Magen David zur Geschichte und den Denkmälern der hiesigen jüdischen Gemeinde eröffnet (Abb.3). Die Besuchszeit ist in der Sommerzeit (April bis September) von Dienstag bis Freitag 9.00–12.00, 13.00–16.00, Kontakt: T: +420 566 524 621, siehe auch unter www.muzeumvm.cz. Die Neue Synagoge in der Novosady-Straße Nr. 97 (Abb.4) wurde in den Jahren 1868– Die Kleine Synagoge stand zwischen den beiden Tempeln und ist wohl die älteste von ihnen gewesen. Sie wurde in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgerissen. Der jüdische Friedhof liegt in der Bezděkov-Straße, etwa Velké Meziříčí ist der Geburtsort des Historikers und Schriftstellers Isaac Hirsch Weiss (1815– Weitere Informationen über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten siehe unter www.mestovm.cz.
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