UHERSKÝ OSTROH (Ungarisch Ostrau)

Eine jüdische Ansiedlung gab es hier mindestens seit dem 16. Jahrhundert, ihr größtes Ausmaß erreichte sie Mitte des 19. Jahrhunderts. Infolge der nazistischen Verfolgung hörte die jüdische Gemeinde während des 2. Weltkrieges auf zu existieren.

Das jüdische Viertel erstreckt sich im südlichen Teil des Stadtkerns, heute die Straßen Nábřežní und Kostelní. Von ursprünglich 36 Häusern stehen heute noch 27, darunter die alte Schule Nr. 172, die neue Schule Nr. 157 und das Gemeindehaus Nr. 159. Die barock-klassizistische Synagoge, wohl aus dem 17. Jahrhundert und mit späteren Umgestaltungen, wurde 1944 von den Nazis abgerissen, ihren Grundriß zeichnet schematisch eine kleine Mauer zwischen den Straßen Nábřežní und Kostelní (Abb.1) nach.

Der neue jüdische Friedhof befindet sich in der Veselská-Straße in der Vorstadt, etwa 1 Kilometer östlich des Hauptplatzes im Areal des kommunalen Friedhofs. Angelegt wurde er 1862, es finden sich hier etwa 200 neuzeitliche und etwa 100 ältere, von der unweit gelegenen und aufgelösten älteren Begräbnisstätte aus dem 17. Jahrhundert hierher verlegte Grabsteine, sowie ein Denkmal für die Opfer der nazistischen Rassenverfolgung. Der Friedhof ist für besucher frei zugänglich (Abb.2).

Uherský Ostroh ist die Geburtsstätte des Rabbiners und Schriftstellers Joel Müller (18271895 in Berlin).

Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes und seiner Umgebeung siehe unter www.uhostroh.cz.

 

 

 
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