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DOLNÍ KOUNICE (Kanitz)
Eine jüdische Besiedlung gab es an diesem Ort wohl bereits seit Mitte des 14. Jahrhunderts, eine voll konstituierte Gemeinde mit Sicherheit im 16. Jahrhundert Eine ältere jüdische Ansiedlung mit einer Synagoge befand sich bis zum dreißigjährigen Krieg auf dem Areal der heutigen Růžová-Straße im östlichen Teil des Stadtkerns. Das neue jüdische Viertel erstreckt sich im westlichen Teil des Städtchens, es wird von den Straßen U synagogy, Skalní und U škrobárny gebildet. Von den ursprünglich 82 Häusern stehen heute nur noch 35, darunter die Schule Nr. 581 und das Rabbinat Nr. 604. Ein wertvolles Steinrelief aus dem Jahre 1818 mit einem Winzermotiv finden wir an dem Keltereigebäude in der Skalní-Straße Nr. 577. Die Synagoge befindet sich in der Straße U synagogy (Abb.1). Sie wurde in den Jahren 1652–1656 im Barockstil entsprechend einer architektonischen Konzeption nach dem Vorbild der Brüdergemeinden erbaut. Im Jahre 1851 wurde auf der südlichen Seite ein neuer Trakt angebaut. Das Interieur der Synagoge schmückt eine wertvolle barocke Wandmalerei mit Pflanzen- und ornamentalem Dekor sowie hebräischen liturgischen Texten. Das Gebäude wurde ein halbes Jahrhundert lang als Lager verwendet. Eine komplexe Rekonstruktion zu kulturellen Zwecken erfuhr es in den Jahren 1989–2004. An der Frontseite der Synagoge befindet sich eine Gedenktafel für die Opfer des Holocaust. Die Synagoge ist von Mitte April bis Mitte September jeweils samstags, sonntags und an Feiertagen von 10.00 bis 17.00 zugänglich, Kontakt Frau Rýdlová, T: +420 546 420 005, +420 604 138 986. Der neue jüdische Friedhof (Abb.2) liegt etwa Dolní Kounice ist die Geburtsstätte des Historikers und Theologen Gotthard Deutsch (1859– |